Die Basis meiner Arbeit


Die Basis meiner Arbeit ist meine persönliche Haltung und meine tiefen Beobachtungen rund um Tango.
Auf dieser Seite teile ich Werte und Überzeugungen, die meine systemische Beratung und mein Coaching prägen - mit dem Ziel, Menschen in der Tangoszene in ihrer Entwicklung zu begleiten.

Dabei blicke ich auch auf die Herausforderungen der Szene und darauf, wie wir
gemeinsam eine lebendige, bewusste und achtsame Tango-Kultur gestalten können.

Mein Weg mit Buenos Aires & Tango

In meinen vielen Reisen nach Buenos Aires
habe ich den Tango dort erlebt, wo er zuhause ist - in den Milongas, in kleinen Bars, bei nächtelangen Gesprächen und beim Mate trinken mit Freunden. 
Ich habe ein Stück weit dort gelebt, mich von der Kultur und der Musik tragen lassen und bin tief in diese besondere Stimmung eingetaucht.
In Buenos Aires war ich nicht nur Tänzerin, sondern auch Gastgeberin: Ich habe andere
Tangotänzer*innen, die frisch angekommen waren, durch die Stadt geführt, sie in die Tangoszene eingeführt und mit auf Milongas genommen, kleine Events organisiert und Räume geöffnet, in denen sie ankommen konnten.
Heute fließt all das in meine Arbeit ein. Meine tiefe Verbundenheit mit dem Tango - weit über Figuren und Technik hinaus - prägt, wie ich Räume gestalte: 
mit Bewusstsein für Kultur, Verbundenheit und die kleinen, feinen Zwischentöne, die Tango so einzigartig
machen.


Tango-Gesundheit

Ich habe in den letzten Jahren viel beobachtet - auf Milongas, in Gesprächen, in mir selbst.
Dabei wurde mir klar, wie tief Tango gehen kann - und wie schnell er uns überfordert, wenn die innere Stabilität fehlt.
Wie heilsam echte Begegnung ist - und wie schmerzhaft, wenn sie keinen sicheren Boden findet.
Aus diesen Erfahrungen ist gewachsen, was ich Tango-Gesundheit nenne.
Für mich bedeutet das: Verantwortung für sich selbst übernehmen, wach für die eigenen Grenzen sein und Verbindung so gestalten, dass sie nährt statt verletzt.

Was macht eine gesunde Tango-Community aus?

Mich bewegt auch die Frage, was eine gesunde Tango-Community ausmacht.
Eine Gemeinschaft, die nicht nur technisch gut ist, sondern menschlich achtsam.
Wo man sich zeigen darf, so wie man ist, und mit seiner Art, Tango zu leben, willkommen ist.
Wo Verbindung Halt gibt, statt Druck zu erzeugen.
Und wo Lehrer*innen, Teams und Vereine ihre Rolle bewusst und verantwortlich gestalten, damit ein Raum entsteht, in dem alle langfristig aufblühen.

Warum Tango manchmal verletzt - und was mich antreibt

Neben all den schönen Momenten und bereichernden Erfahrungen, die uns der Tango schenkt, gibt es aus meiner Sicht auch Aspekte, die wir nicht unbeachtet lassen sollten:
Ich habe beobachtet, dass viele Tänzer*innen immer wieder pausieren oder ganz aufhören, weil sie Schmerz, Unsicherheit oder fehlende Resonanz erlebt haben - und weil manchmal ein Raum fehlt, in dem all das wahrgenommen und gehalten werden kann.
Neben den vielen zauberhaften Momenten und den liebevollen Bemühungen von allen, die Teil der Tangoszene sind, 
passiert es dennoch, dass Verletzlichkeit und Unsicherheit nicht immer selbstverständlich Platz finden.
Manche Menschen erleben z.B. genau deshalb den Weg auf eine Milonga als besondere Herausforderung und fühlen sich zunächst in Kursen gut aufgehoben, weil sie dort einen geschützten Raum finden, um sich behutsam hineinzuwagen.
Dadurch kann Tango manchmal eng, herausfordernd oder zu einsam wirken -  anstatt ein Ort zu sein, an dem wir uns entwickeln und getragen fühlen können.
Genau deshalb liegt mir Tango-Gesundheit besonders am Herzen.

Aus dieser Haltung entstehen meine Workshops und Angebote.
Sie sind Einladungen. 
Zum Ankommen. Zum Aufblühen. Zum Innehalten.
Vielleicht auch dazu, den Tango neu zu entdecken - als Spiegel, Kraftquelle und leisen aber tiefen Lehrer.